Entspannungstrainer werden: Menschen in die innere Ruhe begleiten

Der Stress hat sich in unserer Gesellschaft als Smalltalk-Thema Nummer 1 etabliert. Durch die Schnelllebigkeit, ungefilterten Informationsfluss auf allen Kanälen und Leistungsdruck im privaten und beruflichen Leben fällt es den Menschen zunehmend schwer, den Ausgleich zu finden. Die Gefahren, die sich im nicht nachlassenden Stress verbergen, machen die Menschen leistungsunfähiger, unglücklicher und auf Dauer krank. Aus diesem Grund suchen sich viele Betroffene professionelle Unterstützung, um Stressmanagement bewusst zu erlernen. Daraus ergeben sich neue berufliche Herausforderungen im sozialen und therapeutischen Bereich. Verschiedenste Therapeuten, Pädagogen und Trainer erwerben eine zusätzliche Qualifikation zum Entspannungstrainer.

Für wen ist eine Ausbildung geeignet?

Verschiedenste Institute und Einrichtungen bieten eine Aus- und Fortbildung zum Entspannungstrainer an, doch nicht jeder Mensch ist für diese Qualifikation grundsätzlich geeignet. Folgende Anforderungen an die Interessenten nennt das Ausbildungsinstitut B.I.E.K.:

  • Hohe soziale Kompetenz und Empathie
  • Persönliche Reife (Alter von mindestens 21 Jahren)
  • Kognitive, körperliche und psychische Belastbarkeit
  • Erfahrungen im Gesundheitsbereich (Therapie, Wellness, Pädagogik)
  • Abgeschlossene Ausbildung
  • Eigene Erfahrungen im Stressmanagement und Entspannungstechniken
  • Kreativität und Lernbereitschaft

Vor allem brauchen aber die angehenden Entspannungstrainer eine innere Stabilität und Sicherheit, Interesse an sozialer Arbeit und die innere Gelassenheit und Ruhe, um den Anforderungen der Patienten gerecht werden zu können. Nur unter diesen Voraussetzungen kann die Arbeit als Entspannungstrainer produktiv und effektiv werden.

Die Entspannungstherapeuten, -pädagogen und -trainer werden in ihrer Arbeit einer großen Belastung ausgesetzt, vor allem durch die Verantwortung und die emotionale Anforderung durch die Betroffenen. Die Erwartungen an die Entspannungstrainer werden sehr hoch gesetzt und die Therapie erfordert ein hohes Maß an Vorbereitung und Flexibilität in der Gestaltung der Sitzungen. Die Stressbewältigung ist ein sehr individuelles Verfahren und jeder Mensch braucht einen eigenen Zugang zu dem Thema.

Welche Entspannungsverfahren werden eingesetzt?

In welchen Bereichen sind Entspannungstrainer tätig?

Entspannungstherapeuten

Entspannungstherapeuten (häufig Ergotherapeuten, Physiotherapeuten oder Psychotherapeuten) betreuen Klientel jeden Alters in Kliniken, Tagesstätten und ambulanten Praxen. Häufig liegen Indikationen wie Depressionen, Posttraumatische Belastungsstörungen oder Borderline – Persönlichkeitsstörungen vor. Aber auch Menschen ohne ärztliche Diagnosen nehmen Entspannungstherapie in Anspruch.

Entspannungspädagogen

Entspannungspädagogen sind am häufigsten in stationären Einrichtungen und Wohnräumen beschäftigt, z.B. in Wohnheimen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit einer Behinderung. Die Entspannungsverfahren wie progressive Muskelrelaxation, autogenes Training und Phantasiereisen helfen den Menschen bei der Entwicklung und der Lernfähigkeit und sorgen für psychische Stabilität und Belastbarkeit.

Entspannungstrainer

Entspannungstrainer können ebenso in allen Bereichen aktiv werden, z.B. in eigenen Kursen, Praxen und als Dienstleister in Unternehmen, Schulen oder Seniorenheimen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und durch eine Beteiligung einiger Krankenkassen können die Kurse für die Teilnehmer zu einem fairen Preis angeboten werden.

Wo liegen die Unterschiede zwischen einzelnen Entspannungstrainern?

Eine Definition, die den Unterschied zwischen einem Entspannungscoach, einem Entspannungstherapeuten oder einem Entspannungspädagogen darstellt, ist nicht gegeben. Dadurch, dass die Berufe und Berufsbezeichnungen rechtlich nicht geschützt sind, können einzelne Institute eine beliebige Bezeichnung für die Auszubildenden nutzen. Es ist sehr wichtig, auf eine wissenschaftliche Fundierung, Anerkennung und Auszeichnungen einzelner Schulen zu achten. Gute Ausbildungen werden z.B. durch einen Bildungsurlaub gefördert und beinhalten solide Ausbildungsinhalte.

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